Gold oder Silber – eine Entscheidungshilfe

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Die Gold-Silber-Ratio als hilfreiche Information

Wer sich als Anleger nicht zwischen den zwei Edelmetallen Gold und Silber entscheiden kann, weil er unter anderem nicht weiß, welches der Metalle aus fundamentaler Sicht die besseren Chancen bietet, der kann beispielsweise auf die sogenannte Gold-Silber-Ratio als eine Art Entscheidungshilfe zurückgreifen. Durch sie ist es möglich, die beiden Edelmetalle in ein Wertverhältnis zueinander zu setzen. In der Praxis drückt diese das Wertverhältnis aus, wie viele Silbermünzen aufgewendet werden müssten, um dafür eine Goldmünze erwerben zu können. Letztendlich lässt sich aus diesem Wertverhältnis vor allen Dingen ableiten, ob die Edelmetalle im Direktvergleich über- oder unternotiert sind, zumindest was den theoretischen Wert angeht.

Gold-Silber-Ratio als Entscheidungshilfe
Gold-Silber-Ratio als Entscheidungshilfe

Ratio im langfristigen Mittel

Schaut man sich an, wie sich die Gold-Silber-Ratio in den letzten Jahrhunderten entwickelt hat, so lag der kleinste Wert im Bereich 3:1, während es auf der anderen Seite durchaus auch Zeiten gab, in denen das Wertverhältnis der Edelmetalle bei rund 100:1 lag. Dies bedeutete dann, dass 100 Silbermünzen genutzt werden mussten, um eine Goldmünze zu erstehen, wobei beide Münzen selbstverständlich mit ihrem Gewicht von einer Unze gegenübergestellt wurden. Langfristig betrachtet rangiert der Mittelwert bei 15:1, was demnach bedeutet, dass man im Durchschnitt 15 Silbermünzen aufwenden muss, um eine Goldmünze zu erhalten.

Gold oder Silber
Gold oder Silber?

Silber derzeit gegenüber Gold unterpreisig

In jetziger Situation stellt es sich bei der Ratio so dar, dass die Silberunzen in der Relation zu Goldunzen stark unverhältnismäßig gewertet sind. Aktuell bewegt sich das Wertverhältnis der zwei Edelmetalle nämlich bei ca. 60:1. Um nun beurteilen zu können, ob das goldene Metall zum momentanen Zeitpunkt im Vergleich zum silbernen über- oder unterbewertet ist, muss man wissen, wie das Verhältnis beider Rohstoffe zueinander ist, was deren natürliches Vorkommen betrifft. Nimmt man die Erdkruste als Grundlage, so liegt das natürlich Verhältnis bei 17,5:1. Dies heißt, dass auf eine Goldunze quasi siebzehneinhalb Unzen Feinsilber kommen, wenn man sich die natürlich vorkommende Menge anschaut. Demzufolge sollte die Gold-Silber-Ratio bei 17,5 liegen. Aus der aktuellen Rate von 60:1 ergibt sich daher, dass das Feinsilber in der Gegenüberstellung mit Feingold deutlich im Preisnachteil ist.

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