Edelmetalle verkaufen?

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Derzeit befinden sich die Edelmetallcharts auf dem Weg nach unten. Dies verleitet viele Anleger, Edelmetalle verkaufen zu wollen. Neben vereinzelten Panikverkäufen gibt’s auch jene Anleger, die darauf spekulieren, dass Gold und Silber weiter fallen, so dass ein Abverkauf zum jetzigen Zeitpunkt dazu genutzt wird, den Verkaufserlös bei noch weiter sinkenden Edelmetallpreisen wieder in Edelmetalle zu investieren. Die physische Masse könnte durchaus bei dieser Anlagestrategie vermehrt werden.

Edelmetalle verkaufen – lohnt sich das jetzt?

Die zuvor beschriebene Strategie wird immer wieder in Foren diskutiert und scheint zumindest für risikofreudige Anleger interessant zu sein. Wer sich sicher ist, dass der Goldpreis weiter fällt, kann tatsächlich Profit einfahren. Zwar fallen momentan die Edelmetallpreis im Ankauf, im Vergleich mit der historischen Entwicklung befinden wir uns dennoch in einem Hoch. Spekuliert man darauf, dass der Goldpreis weit unter die Tausendermarke fällt, könnte daher ein Verkauf zum jetzigen Zeitpunkt tatsächlich lukrativ sein.

Das Portfolio wird beim Erreichen des Tiefpreises aufgestockt, indem der Erlös aus dem Edelmetallverkauf reinvestiert wird, wenn das Edelmetall seinen Tiefstpreis erreicht hat und von einer Steigerung auszugehen ist. Diese Strategie wäre beispielsweise Ende Dezember 2012 sowie im Dezember 2013 lukrativ gewesen. Hier lag eine Differenz von knapp 400 Euro beim Goldpreis vor. Wer Ende 2012 eine Unze Feingold für verkaufte, konnte Ende des Folgejahres weitaus günstiger eine Unze Gold kaufen und sich über ein sattes Plus freuen.

Riskante Spekulation?

Auch, wenn viele Experten der Meinung sind, die Tendenzen der Preisentwicklung auf dem Edelmetallmarkt prognostizieren zu können, bleibt es ein Risiko, sich auf solche Strategien einzulassen. Wer jetzt seine Edelmetalle verkaufen will, erhält letztlich keine Garantie, ob der Goldkurs weiter sinkt – und zwar in einen lohnenswerten Bereich, in dem mehr Gold für den Verkaufserlös eingekauft werden kann.

Fakt ist: Beim Goldverkauf bekommt der Verkäufer immer weniger, als er für die gleiche Menge Gold beim Einkauf zahlen muss. Zudem muss je nach Art des Kaufs Porto bezahlt werden und wer mit Gold handelt, um Gewinn zu erzielen, unterliegt der Steuerpflicht. Es ist also fraglich, ob der Gewinn tatsächlich so ausfällt, wie es sich der Verkäufer erhofft.

Nach wie vor bleibt es dabei. Wer in Gold und andere Edelmetalle investiert, investiert langfristig und sollte sich in Geduld üben. Derzeit scheint es keine Anzeichen dafür zu geben, dass die Edelmetalle derart fallen, dass sich diese Anlagestrategie als lukrativ erweisen könnte. Allerdings muss auch erwähnt werden, dass es keine Signale dafür gibt, dass der Abwärtstrend nur ein normaler Ausschlag nach unten ist.

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