Edelmetall differenzbesteuert als Anlagemetall

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Überzeugte Edelmetallanleger braucht man nicht zu überzeugen, dass die fast schon tot geglaubten Edelmetalle nicht klein zu bekommen sind. Ganz im Gegenteil. Immer öfter beschäftigen sich Anleger damit, Edelmetall differenzbesteuert als Anlagemetall zu kaufen. Sogar Anleger, die bislang nicht in Metallen waren, informieren sich. Nicht ohne Grund. Derzeit steigen die Edelmetallkurse und bedauerlicherweise gibt es zahlreiche Gründe, warum Anleger zunehmend das Vertrauen in den Euro verlieren und darin keine stabile Währung sehen.

  • Die EZB betreibt eine regelrechte Euro-Flutung.
  • Die Griechen werden weiter scheinbar ohne jede nachhaltige Strategie unterstützt.
  • Die Zentralbank betreibt eine Null-Zins-Politik.
  • Der Brexit könnte einen Dominoeffekt für andere Euroländer nach sich ziehen.
  • Terror, Flüchtlinge und vieles andere mehr.

Warum Edelmetalle differenzbesteuert kaufen?

Edelmetallkäufe sind alles andere, als nur dem Großanleger vorbehalten. Auch der „kleine Mann“ geht immer häufiger dazu über, sich zumindest ein paar Goldprodukte, vor allem aber auch Silberprodukte zu kaufen. Beim Kaufverhalten wird in Sammler und Anleger unterschieden. Sammler bezahlen für Goldbarren, Goldmünzen, Silberbarren und Silbermünzen gerne Aufpreis und Sammlerwert, insofern es sich um Produkte mit niedriger Auflage und guter Sammlerprognose handelt. Makellose Neuware steht dabei meist im Fokus, wenn es sich nicht um ältere Sammlerobjekte handelt. Werden Edelmetalle differenzbesteuert als Anlagemetalle erworben, spielt der Zustand u. U. eine eher untergeordnete Rolle, da es beim Anlagemetall (nicht nur, aber) vornehmlich um den Anlagecharakter von Gold und Silber geht.

Die Norddeutsche Edelmetall Scheideanstalt GmbH beschreibt dies sehr eingängig wie folgt:

„Hier angebotene Münzen werden nicht nach numismatischen Kriterien verkauft. Verkaufskriterien sind ausschließlich die Handelsfähigkeit als Anlagemetall, Material, Gewicht, Feingehalt und aufgeprägte Eigenschaften.“

Die Differenzbesteuerung macht es möglich, Anlagemetalle recht günstig zu erwerben, da es sich bei den Metallen um gewerblich kürzlich gekaufte, nicht veränderte und verkaufte Edelmetallprodukte handelt, jedoch beim Handel anders besteuert werden.

Was ist Differenzbesteuerung?

Seit 2012 sind beim Kauf von Silbermünzen statt zuvor 7 Prozent ganze 19 % Mehrwertsteuer fällig. Die hohe Besteuerung gilt für Neuware, nicht jedoch für Umlaufware. Erfüllen Silbermünzen bestimmte Kriterien, können Sie beim Weiterverkauf durch den Händler mit Differenzbesteuerung verkauft werden. Dann wird lediglich der Differenzbetrag, der beim Händler zwischen Ankaufspreis und Verkaufspreis entsteht, fällig. Diese legalen steuerlichen Vorteile können auch beim Kauf bestimmter Produkte aus den Edelmetallen Palladium sowie Platin und Rhodium genutzt werden, insofern die Differenzbesteuerung nach § 25 a des Umsatzsteuergesetzes anwendbar ist.

So stellen Sie sich Ihr Edelmetallportfolio clever zusammen

Grundsätzlich ist allen Anlegern anzuraten, das Portfolio aus Edelmetallen gut zu mischen. Insofern Sie kein klassischer Sammler sind, sollten Sie ausschließlich Anlagegold und Anlagesilber in das Sicherungsportfolio aufnehmen. Bei Anlagegold muss das Produkt einen Mindestfeingehalt von 900/00 sowie eine handelsfähige Ausformung aufweisen. Konkret bedeutet dies, es muss sich um Goldbarren in viereckiger Form handeln, die mit Herstellerangaben sowie Inhaltsangaben versehen sind. Goldmünzen müssen als staatliche Währung verausgabt oder offiziell als Sammlermünze oder Bullionmünze deklariert sein. Beim Silberkauf setzten Sie bevorzugt auf differenzbesteuerte Silberprodukte, also handelsfähige Silberbarren und Silbermünzen. Denken Sie daran, möglichst unterschiedliche Größen zu wählen. Im Anlageportfolio können auch kleine Einheiten sehr wertvoll und wichtig sein.

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